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Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG e.V. – Auswertung der Abstimmergebnisse – |
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Bereits im November letzten Jahres wurde erklärt, dass aus Gründen der Konkurrenz Vertriebs- und Verwaltungskosten um 1,2 bis 2,4 Mrd. gesenkt werden müssten. Gleichzeitig wurden die Ziel-Margen für fast alle Bereiche erhöht. 2 Monate nach der Hauptversammlung überraschte Siemens die ganze Finanzwelt mit zusätzlichen Rückstellungen von ca. 800 Mio. € für Risiken von Großprojekten. Dies zeigt, dass das Management das Großprojektgeschäft nicht im Griff hat. Angesichts eines hohen Auftragsbestands sind in vielen Bereichen derzeit Überstunden erforderlich. Ergebnisbelastend sind auch die hohen Aufwendungen für die Korruptionsaffäre (letztes Quartal 150 Mio. €) |
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| Absolut vermeidbar, wenn nicht überzogene Renditeziele verfolgt würden. |
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| Zumindest teilweise vermeidbar und langfristig schädlich für das Unternehmen, weil u.a. zuviel Know-How verloren gehen wird. |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 30.20% / 1049 |
| Angemessen und unerlässlich zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. |
![]() 2.27% / 79 |
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Noch vor einem Jahr hat der Vorstandsvorsitzende erklärt, es werde keine betriebsbedingte Kündigungen geben. Jetzt will er dies nicht ausschließen. Die Mitarbeiter haben vom Umfang der geplanten Maßnahmen erst 8 Monate später erfahren. Ob sie persönlich betroffen sind, wissen sie immer noch nicht. Mit der Behauptung, dass nur das obere Managements überwiegend betroffen sei, hat er versucht, die Belegschaft zu spalten. Der Vorstandsvorsitzende hat dabei durch eine Reihe von Aussagen die Belegschaft zusätzlich verunsichert u.a. Siemens sei „zu deutsch“, es bestehe eine „Lehmschicht“ (gemeint ist das Middle-Management), die abgetragen werden müsse. |
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| Nein, weil für ihn die Mitarbeiter nur noch ein Kostenfaktor sind. |
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| Nur noch bedingt, weil für ihn die Mitarbeiter überwiegend nur noch Kostenfaktor sind. |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 22.20% / 771 |
| Hat mein volles Vertrauen, denn es müssen harte Maßnahmen durchgeführt werden. |
![]() 1.99% / 69 |
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In den letzten Jahren hat sich der Siemens Konzern stark verändert. Der größte Bereich, die Kommunikationstechnik, wurde bis auf Siemens Enterprise aufgegeben. Der Bereich Autoelektronik wurde verkauft, nachdem er zuerst mühsam aufgebaut wurde. Die Equity-Beteiligungen Siemens- Nokia und Siemens Fujitsu stehen kurz- bzw. mittelfristig zur Disposition. Der Konzern wurde in 3 große Bereiche gegliedert. Der Vorstand wurde im Zuge der Korruptionsaffäre nahezu vollständig ersetzt, das Führungspersonal ebenfalls zu mehr als 50%, Der Shareholder Value Kurs wurde verschärft, die Interessen der Mitarbeiter spielen so gut wie keine Rolle mehr. |
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| Nein, glaube ich nicht trotz gegenteiliger Behauptung von Herrn Löscher. |
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| Ja, ich glaube der Versicherung von Herrn Löscher. |
![]() 2.25% / 78 |
| Ja, unabhängig vom derzeitigen Vorstand, bleibt Siemens auf absehbare Zeit ein integrierter Elektrokonzern. |
![]() ![]() ![]() ![]() 8.95% / 311 |
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Mit der verstärkten Globalisierung hat sich unübersehbar in der deutschen Wirtschaft der „Shareholder-Value“ -Kurs durchgesetzt, der die Steigerung des Unternehmenswerts und Aktienkurses zum alleinigen Unternehmensziel macht. Die großen Konzerne und vor allem auch Siemens praktizieren daher zunehmend eine rigorose „Gewinnmaximierung“ ohne Rücksicht auf soziale Aspekte. Insgesamt liegt der Anteil des Einkommens aus unselbstständiger Arbeit im Verhältnis zu den Kapitaleinkommen demzufolge bei einem historischen Tief. Die Managergehälter sind – gekoppelt an diese Entwicklung – ebenfalls in den letzten zehn Jahren um 60 % gestiegen, während die realen Einkommen der Angestellten und Arbeiter gesunken sind. Inzwischen ist auch der sogenannte Mittelstand, der gut ausgebildete Facharbeiter und Angestellte vom Abstieg bedroht. Diese Entwicklung wird dadurch verschärft, dass es praktisch – auch in den großen Unternehmen – keine Arbeitsplatzsicherheit mehr gibt. Siemens steht dabei mit an der Spitze. |
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| Insbesondere müsste die Politik in einer sozialen Marktwirtschaft der Unternehmenspolitik Grenzen setzen, um schlimmste Auswüchse zu verhindern. |
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| Vor allem müssten die Arbeitnehmer und ihre gewählten Vertreter stärker bei der Festlegung der Unternehmensziele und deren Umsetzung beteiligt werden. |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 30.67% / 1065 |
| Wir leben in einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung und müssen uns damit abfinden, dass das Kapital künftig immer mehr den Kurs bestimmen wird. |
![]() ![]() 4.81% / 167 |
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Da die Problematik zu Punkt 4 nicht erschöpfend zu behandeln ist, können Sie auch per Mail an M.Meiler@unsereaktien.de oder w.niemann@unsereaktien.de Ihre Meinung schreiben. Bei der Gesamtauswertung werden wir dies, soweit möglich, berücksichtigen. |
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